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Der Eiskahn

Schauen Sie sich den Eiskahn an, der mit den Eiskähnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts auf dem Großen Belt eingesetzt wurden, identisch ist. Der Eiskahn ist Eigentum des Museums und wird derzeit von einer Gruppe Ehrenamtlicher restauriert.

Die Geschichte der Eiskähne auf dem Großen Belt

Die Überquerung des Großen Belts war schon immer eine Voraussetzung für die Einheit Dänemarks. Wenn der Große Belt jedoch zufror, konnten keine Boote verkehren. Die Eiskähne waren letztmals im Zweiten Weltkrieg im Einsatz.

König Christian IV. erließ in den 1620er Jahren eine Reihe von Verordnungen, die feste Zeitpunkte und Routen für Reisende sicherstellen sollten. Und das bedeutete, dass der Einsatz von Eiskähnen für die Überquerung des Großen Belts erforderlich wurde. 1794 wurden die Eiskähne dem Postwesen unterstellt. 1838 baute man eine Eiskahnstation bei Knudshoved.

1883 wurde die Route den Dänischen Staatsbahnen (DSB) unterstellt, als die Eisenbahnstrecke nach Knudshoved und Slipshavn entstand. Während der Eiswinter 1888, 1894 und 1922-23 verkehrten die Eiskähne im Pendelverkehr. Ansonsten sorgten die neuen und stärkeren Eisbrecherfähren und Schraubeneisbrecher für eisfreie Rinnen für die Überfahrt.

Der Betrieb der Eiskähne wurde 1937 eingestellt. In den Eiswintern Anfang der 1940er Jahre kamen die Eiskähne jedoch auf private Initiativen wieder zum Einsatz, da DSB die Überfahrt nicht wiederaufnehmen wollte.

Die Eiskahnstation bei Knudshoved existiert noch immer und beherbergt heute ein DSB Kurscenter.

Eiskähne auf dem Großen Belt

Unter dem Kiel der Eiskähne waren Kufen angebracht, so dass sie über das Eis gezogen werden konnten. Eine fünfköpfige Mannschaft zog den Kahn mit Hilfe von Gurten. Unterstützt wurde sie von den männlichen Passagieren, die die quer über das Boot gelegten Ruder schoben. Frauen und Kinder blieben im Kahn. An eisfreien Stellen konnte man den Kahn wassern und rudern oder segeln.

Die Tour über den Großen Belt war in etwa sechs Stunden zu schaffen. Aus Sicherheitsgründen waren mehrere Eiskähne im Konvoi im Einsatz. So konnte man sich gegenseitig helfen, falls ein Boot verunglückte oder in Schwierigkeiten geriet.

isbåd